
09.04.2026 Kontakt mit den Red Brands
Die Gruppe traf sich am Mittag in der Herberge von Phandalin und machte sich auf die Suche nach Sildar Hallwinter. Sie klopften sich den Korridor entlang, bis sich hinter einer der Türen eine Antwort regte. Sildar empfing sie höflich und schlug vor, in die Taverne hinunterzugehen, wo für alle Platz sei. Dort berichtete er von seiner Reise mit Gundren und beantwortete ihre Fragen über Cragmaw Castle, die Banshee in Coneyberry und die Orkherde, die den Weg in die Gegend versperrte. Auch der Bürgermeister kam zur Sprache, dem man nachsagte, Verbindungen zu den Redbrands zu unterhalten.
Anschließend suchten sie Harbin Westers Amtssitz auf. Vor der Tür bemerkten sie einen Aushang, der Abenteurer gegen eine Orkhorde nahe des Wyverntor suchte. Wester empfing sie als pummeliger, glatzköpfiger Mann mit gepflegtem Äußeren, gab sich beim Anblick von Lady Sylvaine besondere Mühe und bot hundert Goldstücke für die Beseitigung der Orks. Leothin, der als ihr Bediensteter das Wort führte, ließ durchklingen, dass eine Adlige eine angemessene Vergütung erwarte. Wester lenkte ein und lud Lady Sylvaine im Erfolgsfall zu einem Abendessen ein. Als Sildar abschließend Inaro Albrek erwähnte, gab Wester an, von einem jungen, dunkelhaarigen Zauberer mit kurzem Bart gehört zu haben. Ob er mehr wusste, verneinte er.
Auf dem weiteren Weg durch Phandalin wurde rasch klar, dass Cragmaw Castle kein offizieller Ortsname war, sondern die interne Bezeichnung des Cragmaw-Clans für eine der Ruinen der Gegend. Beim Sleeping Giant warteten vier Männer in roten Mänteln. Als Leothin forderte, zu ihrem Anführer gebracht zu werden, antworteten die Red Brands mit gezogenen Waffen. Der Kampf, der darauf folgte, verlief zäh. Leothin geriet früh unter Druck, während niemand in der Gruppe nennenswerte Heilung für Leothin leisten konnte. Leothin traf einen der Ruffians durch geschickte Positionierung, Mika schlug einem weiteren den Kiefer ein, Lady Sylvaine setzte Magic Missiles ein. Leothin beendete den Kampf mit einem Stoß von hinten, der die Klinge auf der anderen Seite wieder hervortreten ließ. Der letzte Gegner wurde durch einen Pfeil gestoppt, als er zu fliehen versuchte. Eine der Abenteurerinnen zog einem der Gefallenen die Lederrüstung vom Leib und legte sie an. Es sei, wie sie sagte, eine Prinzipsache.
Da die Banditen möglicherweise auf dem Weg zu einer nahen Ruine gewesen waren, nahm sich die Gruppe vor, diese selbst zu erkunden. Doch vorher durchsuchten sie die alte Taverne. Das Gebäude war verlassen, doch im Kamin brannte noch ein Feuer, was darauf hindeutete, dass jemand es erst kurz zuvor verlassen hatte. Auf dem Dachboden der Taverne fanden sich alte Kleidungsstücke, darunter das Kleid eines kleinen Mädchens, das Lady Sylvaine stumm an sich nahm. Eine verschlossene Hütte in der Nähe enthielt neben einer Truhe voller Hirschgeweihe nichts von Bedeutung. Die Leichen wurden in die Hütte gezogen und dort zurückgelassen.

31.03.2026 Händler, Kleriker und feiner Wein
Die Gruppe erreichte Phandalin nach einem langen Ritt, erschöpft und mit aufgefüllten Vorräten nach einer Long Rest. In der Nähe der Kreuzung trat ihnen ein fülligerer Mann entgegen, der sie mit sichtlicher Erleichterung begrüßte: Elmar Barthen, Händler eines der beiden Warenhäuser am Ort. Er hatte Gundren Rockseeker damit beauftragt, Abenteurer mit einer Wagenlieferung Bergwerksutensilien zu ihm zu schicken und hatte bereits auf die Gruppe gewartet. Als klar wurde, dass Gundren entführt worden war und sich das Treffen unter ungünstigeren Umständen vollzog als erwartet, erzählte Barthen, was er wusste: Die drei Rockseeker-Brüder hatten vor Kurzem das Lager außerhalb der Stadt aufgeschlagen, da sie die legendäre Wave Echo Cave wiedergefunden haben wollten. Seitdem hatte er nichts von ihnen gehört. Die Gruppe nahm den vereinbarten Lohn von dreißig Goldmünzen entgegen und handelte sich noch drei Flaschen Wein als Entschädigung für den Ärger des Rückkaufs ihres Wagens heraus.
Auf dem Weg durch die Stadt stießen sie auf Garaele, eine elfische Priesterin der Glücksgöttin Tymora, die einen kleinen, aus Ruinensteinen zusammengesetzten Schrein betreute. Sie erkannte in der Gruppe Abenteurer und bat sie um Hilfe: Eine Banshee namens Agatha in der Nähe von Conyberry wisse, wo sich das Zauberbuch des legendären Magiers Bowgentle befinde, doch Garaele selbst hatte die Banshee nicht zur Reaktion bewegen können. Sie bot als Bezahlung drei Heiltränke und händigte der Gruppe einen silbernen Kamm aus, der Agatha besänftigen solle. Den Auftrag nahm die Gruppe an, wenn auch mit dem unausgesprochenen Vorbehalt, den Wert der Information noch einmal gesondert zu bewerten.
Anschließend besuchten sie den Lionshield Coster, den Laden der gleichnamigen Händlerkompanie aus Yartar. Die Händlerin hinter dem Tresen prüfte die Gruppe mit einer kurzen, unausgesprochenen Frage, ob sie Ärger mit den Redbrand gemacht hatten. Als sie erfuhr, dass die Gruppe vielmehr selbst von ihnen ausgeraubt worden war, öffnete sie die Waffenkammer im hinteren Bereich. Das Gespräch brachte einen weiteren Treffer: Die Gruppe berichtete, dass sie in der Goblin-Höhle Kisten mit dem Wappen des Lionshield Coster gefunden hatten, mitsamt einer Jade-Statue, die die Händlerin als ihre eigene identifizierte. Sie bot fünfzig Goldmünzen für die Information zum Verbleib der gestohlenen Ware und weitere fünfundzwanzig, sollte die Lieferung tatsächlich zurückgebracht werden. Die Gruppe entschied sich dafür, die Information zu verkaufen und den Rücktransport der Ware vorerst offen zu lassen.
Im Stonehill Inn angekommen, empfing sie Toblen Stonehill, der Wirt, kurz persönlich an ihrem Tisch. Er gab sich gesellig, ließ sich aber nicht viel entlocken. Ein wortkargerer Informant fand sich von selbst: Ein bergarbeitend aussehender Mann setzte sich zu Lady Sylvain und Leothen, während Mika kurz beschäftigt war. Das kurze Gespräch förderte Nützliches zutage: Im östlichen Teil des Triboar-Trails halte sich offenbar eine Orkherde auf, und der Bürgermeister Harbin Wester versuche zwar, Leute für die Aufgabe anzuheuern, unternehme gegen die Redbrand aber nichts. Der Verdacht, dass Wester mit beiden Gruppen unter einer Decke stecken könnte, stand im Raum, blieb aber unbewiesen. Von Sildar Hallwinter war im Schankraum nichts zu sehen. Die Gruppe machte sich am Mittag auf, die Treppe hinaufzugehen und nachzusehen, ob er sich bereits ein Zimmer bezogen hatte. Mehrere Fäden blieben dabei offen: der verbleibt der Rockseeker-Brüder, der entführte Gundren, die Orkhorde auf dem Weg nach Conyberry, die Banshee und die Frage, wie tief die Verstrickungen des Bürgermeisters tatsächlich reichen.

22.02.2026 Die Goblinhöhle
Die Gruppe stand vor dem Eingang der Goblinhöhle und schlich sich vorsichtig hinein. Gleich zu Beginn entdeckten sie angekettete, wolfähnliche Tiere, die sie lautlos ausschalteten, ohne Alarm auszulösen, überdeckt vom Rauschen des Wassers. Einen engen Seitengang ignorierten sie und folgten stattdessen dem Hauptweg tiefer in die Höhle. Dank ihrer Vorsicht konnten sie unbemerkt bleiben und einen Goblin auf einer Brücke überraschend ausschalten.
Erst weiter im Inneren der Höhle wurden sie entdeckt, als ein Schleichversuch scheiterte. Ein heftiger Kampf entbrannte, in den auch ein Hobgoblin und weitere Goblins eingriffen. Die Gruppe wurde stark angeschlagen, konnte aber letztlich alle Gegner besiegen und das Lager teilweise durchsuchen, bei diese gestohlene Waren mit einen Löwen auf einen Schild als Siegel vorfanden.
Auf der anderen Seite der Höhle trafen sie schließlich auf weitere Goblins und konnten sich diesmal erfolgreich anschleichen. Während des anschließenden Kampfes erschien ein weiterer Goblin-Anführer, der Sildar Hallwinter als Geisel hielt und drohte, ihn zu töten. Er verlangte den Kopf eines rivalisierenden Goblin-Anführers, dem Hobgoblin, um selbst die Kontrolle zu übernehmen. Da die Gruppe diesen bereits zuvor getötet hatte, konnten sie die Forderung erfüllen. Der Anführer ließ daraufhin Sildar frei trotzdem nicht frei und die Gruppe tötete ihn.
Erschöpft verließ die Gruppe die Höhle mit Sildar. Auf dem Rückweg fanden sie ihren Wagen, der inzwischen von Banditen besetzt war. Aufgrund ihres schlechten Zustands entschieden sie sich gegen einen Kampf und kauften den Wagen notgedrungen zurück.
Auf dem Weg nach Phandalin erklärte Sildar, dass er eigentlich nach Iarno Albrek suche, einem Magier aus Waterdeep, der seit einigen Wochen verschwunden war. Zudem berichtete er, dass Gundren Rockseeker entführt wurde und zu Cragmaw Castle gebracht werden soll, im Auftrag einer mysteriösen Figur namens „Spinne“.
Mit diesen Informationen erreicht die Gruppe schließlich Phandalin, erschöpft, aber mit neuen potenziellen Zielen: die Suche nach Gundren und Iarno.

19.02.2026 Der Anfang
In Neverwinter trafen sich Lady Sylvain Dalargeth, eine elfenhafte Magierin aus Waterdeep und Schülerin der Blackstaff-Akademie, Leothen, ein gewandter elfischer Schurke und ehemaliger Zirkusartist, sowie Mika, ein disziplinierter aber unsicherer Mönch aus einem Tempel des Illmater in den Sword Mountains, unabhängig voneinander in einer Taverne wieder und fanden dort ihren alten Bekannten, der Zwerg Gundren Rockseeker. Dieser berichtete, dass er nach Phandalin unterwegs sei, um dort wichtigen Geschäften nachzugehen, und bat die Gruppe, eine mit Vorräten und Bergbauwerkzeugen beladene Karre für ihn dorthin zu bringen, während er selbst gemeinsam mit Sildar Hallwinter bereits einen Tag vorausritt. Auf der Reise gen Süden, gezogen von zwei Ochsen entlang der High Road, lernten sich die Gefährten besser kennen, bis sie kurz vor der Abzweigung nach Phandalin zwei tote Pferde auf der Straße entdeckten – eindeutig die Reittiere von Gundren und Sildar. Während Leothen die Szene untersuchte, gerieten sie in einen Goblin-Hinterhalt, den sie nur knapp für sich entscheiden konnten. Spuren führten von der Straße in einen schmalen Waldpfad, Schleifspuren deuteten darauf hin, dass zwei Gefangene fortgebracht worden waren, und trotz des zurückgelassenen Wagens folgte die Gruppe den Hinweisen. Nach mehreren überwundenen Fallen erreichten sie schließlich eine Höhle, aus der ein Bach hervorströmte; durch ihre eigenen Stimmen wurden sie von einem weiteren Wachposten bemerkt, doch auch diese Goblins wurden rasch besiegt. Nun stehen die drei vor dem dunklen Höhleneingang und wissen, dass das Schicksal von Gundren und Sildar vermutlich im Inneren dieser Höhle entschieden wird.