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11.03.26 Klippengeborene

Die Gruppe verabschiedete sich nach der Fertigstellung des Schiffes von den Erdkin und begann ihre Reise über das Meer. Schon relativ kurz nach dem Aufbruch gerieten sie in eine starke Strömung, die sie zunächst daran hinderte, auf ein steinernes Riff zuzutreiben. Sie mussten dieser Strömung etwa eine halbe Stunde lang folgen, bevor sie ihren ursprünglichen Kurs wieder aufnehmen konnten. Einige Zeit später tauchten plötzlich mehrere lange Hälse mit verhältnismäßig kleinen Köpfen neben dem Boot auf. Die Gruppe stellte fest, dass sie von etwa einem Dutzend Wassersauriern umgeben waren. Die Tiere begleiteten sie eine Weile ruhig, tauchten jedoch nach ungefähr zehn Minuten wieder ab. Beim Abtauchen stieß einer der Saurier leicht gegen das Schiff, doch alle drei sowie Taran, so hatte Vaelor den Himmelsraptor inzwischen genannt, blieben ruhig.

Nach weiterer Fahrt konnten sie in der Ferne eine Insel erkennen. Sie hielten bewusst Abstand zu ihr, um mit dem Boot nicht auf Grund zu laufen. Kurz darauf bemerkten sie einen Flugsaurier, der über ihnen kreiste und mit der Zeit immer tiefer kam. Schließlich erkannten sie, dass jemand auf ihm ritt. Noch bevor sie viel darüber nachdenken konnten, sprang die Reiterin bereits ab und landete direkt auf ihrem Boot. Sie stellte sich als Späherin der Klippengeborenen heraus und stellte der Gruppe einige prüfende Fragen. Nachdem sie sich ein erstes Bild gemacht hatte und die wichtigsten Dinge geklärt waren, sprang sie wieder von der Reling. Ihr Flugsaurier fing sie im Flug auf, und gemeinsam verschwanden sie wieder am Horizont.

Am Abend wollte Vaelor bereits Vorbereitungen für die Nacht treffen, doch plötzlich zog ein heftiger Sturm auf. Starker Wind und noch stärkere Wellen machten die See gefährlich. Eine besonders große Welle traf das Boot so hart, dass HR-02 über Bord ging. Kairos versuchte sofort, ihn festzuhalten, verlor dabei jedoch selbst das Gleichgewicht und fiel ebenfalls ins Wasser. Vaelor reagierte schnell und schaffte es, beide wieder aus dem Meer zu ziehen. Kurz danach legte sich der Sturm überraschend schnell, und das Meer wurde wieder ruhig. Im dunklen Wasser unter dem Schiff konnten sie schließlich einen Schwarm leuchtender Fische erkennen. Schlaf erschien ihnen jedoch zu riskant, weshalb Vaelor und Kairos die Nacht wach blieben.

Mit den ersten Sonnenstrahlen am Morgen setzten sie ihre Fahrt fort und erreichten schon bald den Strand des neuen Kontinents. Dort wurden sie bereits von vier Klippengeborenen erwartet, darunter auch die Späherin, die sie am Abend zuvor getroffen hatten. Die Gruppe wurde erneut genauer nach ihren Zielen gefragt. Die Klippengeborenen erklärten ihnen schließlich, dass sie die meisten Antworten vermutlich von der Stammesältesten erhalten würden und boten an, sie zu ihr zu führen. Die Gruppe nahm das Angebot an. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg nach Südosten und erreichten nach etwa eineinhalb Tagen Reise schließlich das Dorf der Klippengeborenen, wo sie empfangen wurden.

04.03.26 Laufen, laufen, laufen…

Beim letzten Mal fasste die Gruppe den Entschluss, zuerst zum Kontinent der Klippengeborenen zu reisen. Diese Entscheidung trafen sie vor allem auf Grundlage dessen, was HR-02 von der Spitze des Berges aus erkennen konnte. Von dort aus hatte er einen groben Überblick über die umliegenden Länder und Küsten gewonnen, und alles deutete darauf hin, dass sie in diese Richtung die beste Chance hätten, Hinweise auf Land zu finden. Deshalb beschlossen sie, ihren nächsten Schritt genau dorthin zu richten.

Um dieses Ziel zu erreichen, wandten sie sich an Kaor’Thun und fragten ihn, ob die Erdkin ihnen dabei helfen könnten, in den Westen zu reisen und dort ein Schiff zu bauen. Mit einem solchen Schiff könnten sie schließlich über das Meer segeln und den Kontinent der Klippengeborenen erreichen. Natürlich wollten sie für diese Hilfe auch etwas anbieten. Als Gegenleistung boten sie den Erdkin eine Kopie der Karte der Mittelinsel an, die HR-02 zuvor erstellt hatte. Zusätzlich versprachen sie, die Erdkin zur Höhle der Weltenbinder zu führen, damit diese sich selbst ein Bild von diesem Ort machen könnten.

Nach kurzem Überlegen stimmten die Erdkin diesem Angebot zu. Damit begann für die Gruppe eine sechstägige Reise durch das Land. Der Weg führte sie über weite Strecken durch das Inland, vorbei an Landschaften, die sie zuvor bereits teilweise gesehen hatten, und schließlich immer weiter in Richtung der westlichen Berge und der Küste dahinter. Nach mehreren Tagen des Reisens erreichten sie schließlich ihr Ziel erstes Ziel: die Ruine der Weltenbinder.

Als die Gruppe den Erdkin die Ruine zeigte und sie gemeinsam die Umgebung betrachteten, bemerkte Vaelor, dass ihm etwas von seinem Essen fehlte. Nach kurzem Umsehen entdeckte er den Grund dafür – ein Himmelsraptor hatte sich daran bedient. Als Vaelor ihn bemerkte, zuckte der kleine Raptor zunächst erschrocken zurück und hielt Abstand. Doch anstatt ihn zu vertreiben, hielt Vaelor dem Tier ein Stück Essen hin. Vorsichtig näherte sich der Raptor erneut, nahm das angebotene Futter an und blieb anschließend in der Nähe der Gruppe. Von diesem Moment an schien er besonders Vaelor zu folgen und wich kaum noch von seiner Seite. Während Vaelor das Tier eher neugierig und gelassen betrachtete, war Kairos davon deutlich weniger begeistert. Für ihn war der Raptor vor allem ein Störenfried, der nur Ärger bringen könnte.

Am nächsten Tag verloren sie keine Zeit und gingen direkt weiter an die Westküste. Dort angekommen begannen sofort mit der Arbeit. Gemeinsam mit den Erdkin machten sie sich daran, ein Boot zu bauen, das stark genug sein würde, um die Reise über das Meer zu überstehen. Die Arbeit war aufwendig und erforderte viel Mühe, doch durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten kamen sie stetig voran. Stück für Stück nahm das Schiff Form an, bis es schließlich nach ungefähr zwei Wochen harter Arbeit vollständig fertiggestellt war und bereit war, sie über das Meer zum Kontinent der Klippengeborenen zu bringen.

25.02.26 Gromirs Knie

Nachdem sie den Berg verlassen hatten, nächtigten sie am Fuß des Massivs. Am nächsten Morgen berieten sie ihr weiteres Vorgehen und entschieden, zunächst zum Schiff der Erdkin zurückzukehren, um mehr über das Artefakt zu erfahren und anschließend auf deren Kontinent nach ihm zu suchen. Sie nahmen denselben Weg wie zuvor entlang der Berge, wichen mehreren Sauriern nur knapp aus und passierten erneut die Titanosaurus-Herde, bevor sie an einem Strandabschnitt lagerten. Am darauffolgenden Tag mussten sie ein Stück durch den Wald ausweichen, da der Strandweg blockiert war. In einer Schneise spürten einige ein Vibrieren im Boden, das rasch stärker wurde – eine Herde Pachycephalosaurus brach hervor und zwang sie zum Ausweichen. Kairos wurde leicht getroffen, doch Gromir traf es schwer: Einer der Saurier rammte ihn gegen das Knie, das in unnatürlicher Weise wegknickte. Kaum war er zu Boden gegangen, kündigte ein noch schwereres Beben drei Allosaurus an, die sie jedoch in einem kurzen, heftigen Kampf besiegen konnten. Gromir versuchte weiterzugehen, doch sein Bein versagte ihm den Dienst, weshalb sie beschlossen, das „Fragment des Ankers“ zu nutzen, um zur Basis zurückzukehren. Caelis und Rethan reagierten überrascht auf ihr plötzliches Erscheinen, erhielten nur eine knappe Erklärung, während Gromir zur Heilung zurückblieb und die anderen erneut aufbrachen. Von der Höhle aus entdeckten sie eine Rauchsäule, folgten ihr und trafen auf die Erdkin. Kaor’Thun zeigte sich misstrauisch, als sie das Artefakt erwähnten, erklärte schließlich jedoch, dass nur Stammesführer davon wüssten und es stets dem aktuell stärksten Stamm gehöre – welcher das momentan sei, könne er nicht sagen, außer einer der drei südlichen. Daraufhin zog sich die Gruppe zurück, um zu beraten, wie viel sie preisgeben und wie sie weiter vorgehen wollten.

18.02.26 Weltenbinder Ruinen

Beim Abstieg vom Berg entdeckte HR-02 erneut die vertrauten Fußspuren. Sie führten – wie zuvor – zu einem dunklen Höhleneingang. Dieses Mal jedoch blickte er nicht hinein. Ohne Zögern setzte er seinen Weg fort. Als er unten ankam, war es bereits Abend. Die anderen trainierten – Stahl auf Stahl, Atem im Takt, konzentrierte Bewegungen. Kurz darauf legten sie sich schlafen. Der nächste Tag würde anstrengend werden, vor allem für Gromir in seiner schweren Rüstung.

Am Morgen brachen sie gemeinsam auf und folgten HR-02 den Berg hinauf. Sie passierten verlassene Nester, duckten sich vor kreisenden Flugsauriern und vermieden jeden unnötigen Kampf. An einer engen Felsstelle mussten sie sich hindurchzwängen, doch niemand kam ernsthaft in Schwierigkeiten. Schließlich entdeckten sie die Spuren wieder. Vaelor erkannte sie sofort – dieselben wie an den Tagen zuvor. Ohne Zweifel führten sie erneut zum dunklen Höhleneingang.

Vor dem Eingang zögerte die Gruppe. Niemand wollte den ersten Schritt machen. Erst als Vaelor eine Fackel entzündete, setzten sich HR-02 und Gromir in Bewegung. Kairos und Vaelor folgten widerwillig. Der Gang mündete bald in einen größeren Raum, durch dessen Decke Sonnenlicht fiel. Als sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten, erkannten sie Ruinen – uralte, verlassene Strukturen, überwuchert und zerfallen.

Aus einem der Häuser stürzten zwei Flugsaurier hervor, die dort genistet hatten. Der Kampf war kurz – doch Gromir bezahlte ihn mit Schmerzen.

Bei weiterer Untersuchung fanden sie eine steinerne Tafel. Signiert: „Kaelith, Sohn der Urzeit.“
Die Inschrift sprach von einem anderen seiner Art – einem, der verantwortlich sei für die Anwesenheit der Gruppe. Sie seien nicht in einer anderen Welt, sondern in einer anderen Zeit. Zudem war von einem „Fragment“ die Rede, das ihnen künftig helfen würde. Beim näheren Betrachten erinnerte es Gromir stark an etwas aus seiner Kindheit. Als sie die Gebäude genauer inspizierten, fiel ihnen auf, dass alles größer gebaut war als sie selbst – selbst für Gromir wirkten die Strukturen gewaltig. Sie verbrachten die Nacht in der Höhle.
Am nächsten Morgen badeten sie im Teich innerhalb der Ruinen – ein seltsam friedlicher Moment – bevor sie begannen, den Berg wieder hinabzusteigen.

11.02.26 Caelis und Sir Velo

Am Morgen nach ihrer Rast war es Vaelor, der als Erster erwachte. Noch bevor er richtig zu sich kam, trat er vor die Höhle – und erstarrte. Die Spuren vom Vortag waren wieder da. Frisch. Und sie führten erneut direkt zur Höhle. Er wusch sich schweigend am nahen Wasserlauf, während sich in seinem Kopf Fragen sammelten. Als er zurückkehrte, war auch HR-02 bereits aktiv. Kurz darauf erwachten die anderen. Gromir wollte sich ebenfalls waschen, doch noch bevor sie die Höhle verließen, entdeckten auch sie die erneuerten Spuren.

Während sie diese untersuchten, näherte sich eine Gestalt – ruhig, entschlossen, den Abdrücken folgend. Der Mann stellte sich als Caelis Dornmark vor. An seiner Seite bewegte sich ein gezähmter Dinosaurier, den er mit höflicher Selbstverständlichkeit als Sir Velo vorstellte. Nach einem kurzen Austausch über Herkunft, Überleben und die Gefahren dieser Welt entstand eine neue Idee: Rethan schlug vor, dass er gemeinsam mit Caelis in der Höhle bleiben könnte, um dort eine feste Basis zu errichten – einen sicheren Ort, zu dem die anderen jederzeit zurückkehren könnten. Der Vorschlag fand Zustimmung.

So brachen Gromir, HR-02, Kairos und Vaelor erneut auf. Gromir gönnte sich noch rasch eine kalte Reinigung, bevor sie weiterzogen. Ihr Ziel war der Fuß eines nahegelegenen Berges. Am nächsten Tag erklomm HR-02 mit mechanischer Effizienz den steilen Hang. Dank seiner Fähigkeiten erreichte er rasch den Gipfel und begann, das umliegende Gebiet grob zu kartieren. Währenddessen warteten die anderen drei unten im Schatten.

08.02.26 An der Schwelle zu etwas größeren

Am nächsten Morgen stellte Vaelor fest, dass die Spuren, denen sie folgten, kurz vor ihrem Erwachen erneuert worden waren. Um herauszufinden, wer oder was ihnen folgte, schickten sie Kairos voraus. Lautlos und schnell bewegte er sich durch den Wald, fand jedoch nur das Ende der Spur – sie führte zu einer Höhle. Dort wartete er auf die anderen.

Gemeinsam betraten sie die gewaltige Höhle. In ihrem Inneren fanden sie auf einer erhöhten Plattform einen steinernen Türrahmen. Am Rand standen mehrere Schalen, in denen Symbole eingelassen waren: ein Tropfen, eine Feder, ein Blatt und ein Dinosaurierzahn. Sie schlossen daraus, dass diese Zeichen die vier Zähmer-Völker repräsentierten. Gromir vermutete, dass jedes Volk ein Artefakt besitzen könnte, das hier eingesetzt werden müsse, um ein Portal zu aktivieren. Ebenso zog er die düstere Möglichkeit in Betracht, dass Blutopfer erforderlich sein könnten.

Sie beschlossen, erst am nächsten Tag weiter darüber nachzudenken und sich in einer Ecke der Höhle zur Ruhe zu legen. Doch noch bevor sie ihr Lager erreichten, fegte ein gewaltiger Windstoß vom Höhleneingang her durch den Raum. Plötzlich stand eine Gestalt vor dem steinernen Rahmen: eine hochgewachsene Person in einem Gewand, einen Stab in der Hand.

Sie sprach in einer fremden Sprache, die dennoch jeder verstand. Sie sprach von der Unvollständigkeit des Portals, davon, dass bloße Stärke nicht ausreiche – um die Welt zu binden, müsse man sie auch verstehen. Dann verstummte die Gestalt, verschwand ebenso plötzlich, wie sie erschienen war, und ließ die Zurückgebliebenen fassungslos zurück.
Ende Kapitel 1.

08.02.26 „Diesmal renne ich nicht weg!“

Nach dem Kampf nahmen sie erneut die Spur auf. Vaelor fand sie schnell wieder und führte die anderen weiter. Nicht lange danach bemerkten sie mehrere Flugsaurier, die hoch über ihnen kreisten. Drei an der Zahl, deutlich kleiner als das verletzte Tier vom Strand des Vortages. Gromir behielt sie im Blick und erkannte rasch, dass sie verfolgt wurden.

Vaelor eröffnete das Feuer auf einen der Flieger. Nach einigen Treffern zogen sich die Kreaturen scheinbar zurück und verschwanden über den Baumkronen. Doch die Ruhe währte nur kurz. Plötzlich stürzten sie von den Seiten herab und griffen an. Besonders Kairos wurde schwer getroffen. In diesem Moment brach eine dunkle, schattenhafte Aura aus ihm hervor, die sich wie eine Wolke über das Schlachtfeld legte.

Währenddessen fasste Rethan einen Entschluss. Anstatt erneut in Panik zu verfallen, stürmte er mit dem Dolch, den man ihm gegeben hatte, auf einen der Saurier zu. Sein Schlag traf – und er setzte sogar den letzten, tödlichen Hieb. Die von Kairos ausgehende Dunkelheit verschaffte ihnen einen entscheidenden Vorteil, sodass der Kampf schnell endete und alle überlebten.

Zunächst vermuteten sie, die Schatten stammten von Gromirs eigener, düsterer Macht. Doch es wurde rasch klar, dass nur Kairos die Dunkelheit kontrollieren konnte. Rethan war erschüttert von dem, was er gesehen hatte, während Gromir in ihm Potenzial erkannte. Noch am selben Abend, nachdem sie ihr Lager errichtet hatten, begann er damit, Rethan erste Grundlagen beizubringen.

04.02.26 Fußspuren im Sande

Beim Aufbruch wurden sie von Kaor’Thûn noch einmal aufgehalten. Er wollte wissen, welches Ziel sie nun verfolgten. Vaelor erklärte, dass sie beabsichtigten, nach Westen entlang der Küste zu ziehen, in der Hoffnung, auf einen Fluss oder ein anderes größeres Gewässer zu stoßen – schließlich entstünden Siedlungen meist in dessen Nähe. Kaor’Thûn riet ihnen stattdessen, ins Landesinnere vorzudringen, da dort die Chancen höher stünden, auf Spuren der Weltenbinder zu stoßen. Trotz dieses Rats entschieden sie sich, zunächst der Küste zu folgen.

Während des Marsches stellte Rethan immer wieder vorsichtige Fragen zum weiteren Plan. Schon bald erreichten sie einen Strandabschnitt, an dem ein verletzter Flugsaurier lag. Gromir näherte sich ihm mit der Absicht, ihn für das Abendessen zu erlegen, doch Vaelor kam ihm zuvor und schoss auf die Kreatur. Rethan reagierte panisch, doch Vaelor versuchte, ihn ruhig zu halten. Bevor der Saurier endgültig fiel, erhob er sich noch einmal, landete neben Rethan und schlug mit den Flügeln, wodurch dieser bewusstlos zu Boden ging. Kairos beendete den Kampf rasch, während Gromir Rethan heilte. Anschließend häuteten sie den Saurier und gewannen Fleisch sowie Leder, bevor sie ihren Weg fortsetzten.

Bei Sonnenuntergang schlugen sie ihr Lager auf. Am nächsten Morgen entdeckten sie in der Ferne große Langhälse, die stark an den Brontosaurus erinnerten – ähnlich zu den, den sie bereits im ersten Erdkin-Dorf gesehen hatten, das mächtige Tier des Stammesanführers Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl. In der Nähe ihres Lagers fanden sie zudem frische Fußspuren. Nachdem sie zusammengepackt hatten, folgten sie ihnen bis zu einer Herde Titanosauren. Dort stießen sie auf ein zerstörtes Zelt, doch die Spuren führten weiter – direkt in das Jagdgebiet eines T-Rex.

Sie versuchten, das Gebiet zu umgehen, doch der Saurier griff an. Der Kampf war kurz, aber heftig, und endete mit dem Tod des Raubtiers. Währenddessen geriet Rethan erneut in Panik und schrie, bis Kairos ihn mit einer festen Handbewegung zum Schweigen brachte. Danach stellte Vaelor ihn unmissverständlich zur Rede: Wenn Rethan sich nicht unter Kontrolle bringe, gefährde er nicht nur sich selbst, sondern auch alle anderen – und würde am Ende weder seine Frau noch sein Kind je wiedersehen.

14.01.26 Die Mittelinsel

Nach dem überstandenen Kampf tauschten sich Kairos, Gromir, HR-02 und Vaelor kurz über den Titanen aus. Auffällig war, dass er immer dann erschien, wenn keine andere Hoffnung mehr blieb. Die Erdkin kannten ihn nur aus alten Legenden, doch weder diese noch eigene Überlegungen führten zu einem schlüssigen Ergebnis. Bevor die Gedanken weiter vertieft werden konnten, erreichte das Schiff bereits die Küste der Mittelinsel.

Auch hier empfing sie dichter Dschungel, doch vom Deck aus waren weiter westlich entlang der Küste deutlich Berge zu erkennen. Nach dem Anlegen am Strand zog sich Kaor’Thûn mit den anderen Erdkin zu einem Gespräch zurück. Als die Gefährten hinzukamen, bat er sie ausdrücklich, nicht zuzuhören. Auf die Forderung, die Geheimniskrämerei zu beenden, erklärte er, dass es sich um eine sehr private Angelegenheit der Erdkin handle und noch nicht entschieden sei, ob man der Gruppe den wahren Grund für das Interesse an der Insel offenlegen wolle.

Währenddessen gingen die vier vom Schiff und entdeckten am Strand ein einzelnes, verlassen wirkendes Zelt. Als sie hineinblickten, kam ihnen ein stark abgemagerter Mensch entgegen, sichtlich geschwächt und kurz vor dem Tod. Sein Gesicht verriet Angst und Erschöpfung. Als er Gromir erblickte, versuchte er panisch zu fliehen, rannte jedoch direkt in HR-02 hinein und verlor vor Schreck das Bewusstsein.

Nachdem er versorgt und stabilisiert worden war, begann er langsam wieder zu sprechen. Er stellte sich als Rethan vor und berichtete, dass er ebenfalls aus Dornwick stamme. Wie die anderen sei er plötzlich an einem fremden Ort aufgewacht und habe dort zwei Wochen lang überlebt. In dieser Zeit habe er bereits die Brutalität und die ständigen Gefahren der Umgebung kennengelernt.

Während Rethan sich weiter erholte, warfen Vaelor und Kairos erneut das Netz aus. Dabei fingen sie einen riesigen Frosch, der sie zunächst angriff, sich letztlich jedoch als wertvolle Nahrungsquelle erwies.

Kurz darauf kehrte Kaor’Thûn zurück und erklärte, dass der Stamm beschlossen habe, der Gruppe den wahren Grund für das Interesse an der Mittelinsel mitzuteilen. Seit einiger Zeit hätten die Erdkin große Probleme beim Zähmen und Bändigen ihrer Saurier. Dieses Versagen traf den Stamm schwer und war ihnen gegenüber anderen Erdkin-Stämmen äußerst peinlich, da diese keine vergleichbaren Schwierigkeiten hatten. In ihrer Not hofften sie, auf der Insel Erdkin zu finden, die noch enger mit den Weltenbindern verbunden seien, um von ihnen Rat und Hilfe zu erhalten.

07.01.26 Eingreifen des Himmels

Nach dem Ablegen gewann das Schiff rasch an Fahrt, und das Land hinter ihnen schrumpfte zu einem schmalen Streifen am Horizont. Wind und Wellen bestimmten den Rhythmus der Überfahrt. In einem ruhigen Moment erklärte Kaor’Thûn auf Nachfrage, dass es zwar keine Dinosaurier im Meer gebe, wohl aber große wasserlebende Reptilien, die für Schiffe gefährlich werden könnten. Die Worte hinterließen Unbehagen, doch niemand sprach die aufkommende Sorge offen aus.

Um Ausschau zu halten, kletterte Kairos auf den Mast. Von dort entdeckte er einen dunklen Schatten, der sich unter der Wasseroberfläche näherte. Augenblicke später durchbrach eine gewaltige Kreatur das Meer, riss einen Erdkin vom Deck und verschwand sofort wieder in der Tiefe. Kurz darauf tauchte sie erneut auf und sprang an Bord. In einem schnellen, brutalen Kampf gelang es, das Wesen gemeinsam zu töten.

Die Erleichterung hielt nicht lange an. Ein zweiter Schatten erschien und rammte das Schiff von unten, sodass die Planken ächzten und Wasser eindrang. Erst nach diesem Angriff wurde der Kadaver der ersten Kreatur über Bord geworfen, um den neuen Angreifer abzulenken. Für einen kurzen Moment schien der Plan aufzugehen, doch bald richtete sich die Aufmerksamkeit des Wesens wieder auf das Schiff.

Gromir trat nach vorne und versuchte mit einem Zauber, die Kreatur zurückzuhalten. Als der nächste Schlag den Rumpf erschütterte, wurde ihm klar, dass seine Macht nicht ausreichen würde. In diesem Moment verdunkelte sich der Himmel. Mit einem gewaltigen Sturzflug erschien der Titan, riss den Schatten aus dem Wasser und verschwand gemeinsam mit ihm in den Tiefen des Meeres. Zurück blieben ein beschädigtes Schiff, Stille – und das Gefühl, Zeugen von etwas Uraltem und Anderweltlichem geworden zu sein.

04.01.26 Das dritte Dorf

Nach dem Aufstehen versuchte Vaelor noch einmal sein Glück mit dem Netz. Vier Würfe später blieb es weiterhin leer. Auch HR-02 testete die Methode ein einziges Mal, ebenfalls ohne Erfolg. Schließlich packten sie ihre Ausrüstung zusammen und setzten den Marsch fort.

Am Rand eines dichten Waldgebiets kreuzte plötzlich eine Herde großer Pflanzenfresser ihren Weg. Vaelor entdeckte einen lauernden Allosaurus, der die Tiere beobachtete. Ein Jungtier fiel zurück, woraufhin der Räuber hervorstieß, es packte und forttrug, ohne es zu töten. Neugierig folgten Kairos, Gromir, Vaelor und HR-02 der Spur bis zu einer Lichtung. Dort standen zwei weitere ausgewachsene Saurier und ein Jungtier. Das gefangene Herbivor war am Bein verletzt worden und wurde gezielt dem Allosaurus-Jungtier vorgeworfen, um ihm das Jagen beizubringen.

In diesem Moment griffen die Gefährten ein. Der Kampf verlief überraschend kurz, die Saurier wurden besiegt. Fleisch und Fett wurden gewonnen, anschließend schlugen sie ihr Lager auf.

Am folgenden Tag setzte sich der Tross wieder in Bewegung und erreichte bald ein drittes Erdkin-Dorf nahe der Küste. Erneut schilderten sie ihre Herkunft, ihre Lage und ihr Ziel, die Mittelinsel zu erreichen. Die Erdkin erklärten, dass auch sie aus eigenen, nicht näher genannten Gründen dorthin wollten, jedoch keinen Weg kannten. Gemeinsam wurde ein Plan entwickelt, ein Schiff zu bauen. Das gesamte Dorf begann sofort mit der Beschaffung von Material. Nach einer Woche intensiver Arbeit war das Schiff schließlich fertiggestellt.

29.12.25 Immer nach Westen!

Am nächsten Tag brachen Kairos, Gromir, HR-02 und Vaelor von der Höhle aus in Richtung Dorf auf, mit dem Ziel, gezielt nach Aufträgen zu fragen, bei denen Waren zwischen den Siedlungen transportiert werden sollten. Doch schnell stellte sich heraus, dass der Dorfanführer ihr Interesse am Vortag nicht als ernsthaft wahrgenommen hatte und sich daher um nichts gekümmert worden war. Ohne konkrete Arbeit oder Ziel entschlossen sie sich schließlich, einfach weiter nach Westen aufzubrechen – in der Hoffnung, dort irgendwann auf das nächste Dorf zu stoßen.

Schon bald wurde deutlich, wie dünn ihre Orientierung war. „Westen“ war ihre einzige Wegbeschreibung, ohne weitere Anhaltspunkte oder markante Merkmale. Also hielten sie sich mit eiserner Konsequenz an diese Richtung. Nach einem langen Marsch erreichten sie am Ende des Tages einen See, an dem sie Rast machten. Bevor sie ihr Lager aufschlugen, untersuchten sie das Gewässer sorgfältig, um sicherzugehen, dass es nicht von großen Fleischfressern genutzt wurde.

Für den nächsten Tag bereiteten sie sich vor, indem sie aus Seilen und Naturmaterialien ein improvisiertes Netz fertigten. Am Morgen begannen sie mit einem festen Rhythmus: Eine Stunde fischen, eine Stunde weiterziehen. So setzten sie ihren Weg den ganzen Tag fort, immer entlang des Sees. Der Erfolg blieb zunächst aus – entweder fehlte das nötige Geschick oder schlicht das Glück.

Erst kurz bevor sie das Ende des Sees erreichten, gelang es ihnen schließlich, einen kleinen Fisch zu fangen. Auch wenn die Beute bescheiden war, genossen sie die Mahlzeit. Am Lagerfeuer saßen sie noch lange zusammen, redeten bis tief in die Nacht hinein und ließen den Tag ruhig ausklingen, bevor sie schließlich schlafen gingen.

14.12.25 Schatten am Himmel

Nach ihrer Ankunft im zweiten Erdkin-Dorf begannen Kairos, Gromir, HR-02 und Vaelor ein Gespräch mit dem Stammesanführer, der sich als Maraen vorstellte. Sie schilderten ihm erneut ihre Lage und fragten nach Möglichkeiten, in ihre ursprüngliche Welt zurückzukehren. Maraen selbst hatte keine konkrete Lösung, doch als die Gefährten die Weltenbinder erwähnten, wurde er nachdenklich. Zwar wisse er nichts Sicheres über sie, doch wenn es Hinweise gäbe, dann vermutlich auf der Mittelinsel von Thyros.

Auf die Frage, wie man diese Insel erreichen könne, erklärte Maraen, dass sein Stamm keinerlei Interesse an einer Überquerung habe. Er deutete jedoch an, dass der westliche Stamm möglicherweise offener für ein solches Unterfangen sei und man dort eher Unterstützung finden könnte. Wie schon zuvor bot er Unterkunft und Nahrung an, im Austausch gegen kleinere Arbeiten für das Dorf.

HR-02 erkundigte sich anschließend nach einer Karte, um diese zu kopieren. Maraen erklärte jedoch, dass es nur eine einzige Karte gebe – jene im Besitz des Stammes von Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl – und dass niemand über die Fähigkeiten verfüge, eine weitere anzufertigen. Als HR-02 daraufhin fragte, was denn der Stamm von Maraen im Gegenzug Besonderes könne, blieb der Anführer für einen Moment sprachlos.

Nach dem Gespräch zogen sich die vier zurück, um ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Sie suchten eine nahegelegene Höhle auf, in der drei Raptoren brüteten. Die Tiere wurden getötet, zwei Eier eingesteckt und das Fleisch der Raptoren als Abendessen zubereitet. HR-02 sammelte einige Kräuter zum Würzen, die Gromir probierte. Zunächst geschah nichts, doch während des Essens setzte eine deutlich berauschende Wirkung ein.

Der Rausch hielt Gromir länger wach als die anderen. Als er schließlich allein wach in der Höhle saß und in den Nachthimmel blickte, glaubte er draußen die Silhouette einer humanoiden Gestalt zu erkennen, die jedoch sofort wieder verschwand. Am nächsten Morgen berichtete er davon, doch Kairos, Vaelor und HR-02 schenkten der Erzählung wenig Glauben – zu sehr schoben sie die Beobachtung auf die Wirkung der Kräuter.

26.11.25 Das zweite Erdkin Dorf

Die Gruppe setzte ihre Reise fort, um das andere Erdkin-Dorf zu erreichen. Der Weg durch den dichten Dschungel erwies sich jedoch als schwieriger als erwartet, und es kam mehrfach zu Orientierungsschwierigkeiten. Schließlich erreichten sie ihr erstes Zwischenziel: einen abgelegenen See. Dort legten sie eine kurze Rast ein und nutzten die Gelegenheit, sich zu erfrischen, bevor sie – wie ihnen bekannt war – weiter nach Westen aufbrechen mussten.

Die Ruhe hielt jedoch nicht lange an. Aus dem Wasser griff sie plötzlich ein großes, schildkrötenartiges Wesen an und überraschte die Gruppe völlig. Besonders ungünstig traf es Gromir, der sich gerade wusch und gezwungen war, den Kampf nahezu nackt aufzunehmen. Trotz des überraschenden Angriffs gelang es der Gruppe jedoch relativ schnell, die Bedrohung zu überwinden.

Nachdem die Gefahr beseitigt war, säuberten sie sich, versorgten kleinere Wunden und setzten ihre Reise fort. Schließlich erreichten sie das zweite Erdkin-Dorf. Wie schon zuvor wurden sie dort mit misstrauischen Blicken empfangen und ohne große Umwege zum Stammesführer gebracht, um sich zu erklären.

14.11.25 Brick und die Gefahren des Dschungels

Nachdem die Gruppe der Zähmung beigewohnt hatte, entschieden sie sich gemeinsam, dass Vaelor der geeignetste für den Versuch sei, den Protoceratops selbst zu zähmen. Es brauchte einige Anläufe, Geduld und Beharrlichkeit, doch schließlich gelang es ihm tatsächlich, eine Verbindung zu dem Tier herzustellen.

Anschließend überlegte die Gruppe, wie sie den frisch gezähmten Saurier nennen könnten. Ein erster Vorschlag war „Notration“, der jedoch nicht besonders gut ankam. Schließlich taufte Vaelor ihn auf den Namen Brick. Gemeinsam führten sie ihn aus dem Stall, bereit für die Reise in Richtung des benachbarten Erdkin-Dorfes.

Doch kaum waren sie draußen, zeigte sich schnell ein Problem: Brick war alles andere als schnell. Schon nach wenigen Schritten wurde klar, dass er die Gruppe nur massiv aufhalten würde. Nach kurzem Beratungsschweigen entschieden sie sich schweren Herzens, Brick wieder an den Zähmer zurückzugeben, der die Zähmung zuvor demonstriert hatte. Sie tauschten noch ein paar Worte mit ihm aus, bevor sie endgültig aufbrachen.

Mit dem Fluss zu ihrer Rechten kämpften sie sich durch den ihnen fremden, dichten Dschungel, bis plötzlich zwei Saurier aus einem Busch hervorbrachen und angriffen. Der erste Treffer erwischte HR-02 frontal, und er ging sofort zu Boden. Gromir stellte sich sofort schützend vor den Rest der Gruppe, während Vaelor und Kairos die Angreifer letztlich ausschalteten. Anschließend richteten sie HR-02 wieder auf und setzten ihren Weg fort.

Doch die Gefahr ließ nicht nach. Wenig später trafen sie auf einen Stegosaurus, den sie bereits im Dorf als friedlichen Pflanzenfresser kennengelernt hatten. In der Hoffnung, ihn nur verscheuchen zu müssen, machten sie laute Geräusche – doch das zeigte den gegenteiligen Effekt. Das Tier wurde aggressiv und griff an.

Der Aufprall seiner massiven Körperkraft war so heftig, dass Gromir sofort zu Boden ging. Erst durch eine Kombination aus Ablenkungen und Illusionen gelang es der Gruppe, dem Stegosaurus zu entkommen – zumindest vorerst. Der Dschungel hatte ihnen erneut gezeigt, dass selbst die sanft wirkenden Riesen dieser Welt tödlich gefährlich sein können.

12.11.2025 Die Legende der Weltenbinder

Nach dem erfolgreichen Einfangen des Iguanodons kehrte die Gruppe gemeinsam mit Thra’khun-Zael ins Dorf zurück. Er lud sie zum Essen ein, und während er sich an einen Tisch zu einem anderen Erdkin setzte, nahm die Gruppe zu viert an einem eigenen Platz Platz.

Kurz nach Beginn der Mahlzeit kam Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl zu ihnen und setzte sich ohne Umstände dazu. Zunächst unterhielten sie sich beiläufig, doch schließlich wurde deutlich, dass Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl aus einem bestimmten Grund gekommen war. Er erinnerte sich an eine alte Geschichte, die er mit ihnen teilen wollte – die Legende der Weltenbinder.

Diese Legende handelt von einem Urvolk, aus dem die vier heutigen Zähmer-Völker hervorgegangen sein sollen. Die Weltenbinder werden beschrieben als mächtige Wesen, die die Aspekte aller vier Stämme vereinten. Ihre Haut soll geschimmert haben, und ihre Augen hätten die Geschichte der Welt widergespiegelt. Sie waren die Ersten, die nicht in Angst vor den Sauriern lebten, sondern den Umgang mit ihnen verstanden und pflegten – lange bevor es die heutigen Stämme gab. Es ist lediglich eine Legende, keine Lehre oder Verehrung der Erdkin, doch Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl hielt sie für bedeutend genug, um sie der Gruppe zu erzählen.

Erst nachdem er die Geschichte beendet hatte, kam er auf einen zweiten Punkt zu sprechen. Er hatte für die Gruppe arrangiert, dass sie am nächsten Tag einer Zähmung beiwohnen konnten. Außerdem bestand die Möglichkeit, dass die Gruppe anschließend selbst einen eigenen Saurier zähmen könnte.

Später am Abend zog sich Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl zurück, und die Gruppe verbrachte den restlichen Abend mit einer Runde Karten, bei der sie untereinander ein paar Schuppen verloren.

Am nächsten Tag begleiteten sie den zuständigen Zähmer zu einer Zähmung. Diese dauerte eine Weile, doch schließlich war der Saurier erfolgreich gebändigt – kein junges Tier, sondern ein ausgewachsener Gallimimus, der nun ruhig und kontrolliert vor ihnen stand. HR-02 und Vaelor streichelten ihn kurz, bevor es zu dem Teil überging, auf den sie eigentlich gewartet hatten: Nun sollten sie selbst versuchen, einen eigenen Saurier zu zähmen.

29.10.25 Aufträge der Erdkin

Nach einer erholsamen Nacht im Dorf der Erdkin besprach die Gruppe am Morgen ihr weiteres Vorgehen. Nach kurzer Diskussion beschlossen sie, sich die Aufgaben anzuhören, die der Stammesführer Zhœl’drhâx’tuun-Mra’khæl für sie vorbereitet hatte. Dieser übergab ihnen eine Liste mit mehreren möglichen Aufträgen, die von einfachen Hilfsarbeiten bis hin zu gefährlicheren Unternehmungen reichten.

Die Auswahl reichte von alltäglichen Aufgaben wie dem Füttern von Sauriern oder dem Beobachten eines bald schlüpfenden Eis bis hin zu riskanteren Missionen, etwa das Vertreiben kleiner, gefräßiger Echsen oder das Einfangen eines entlaufenen Pflanzenfressers. Nach kurzer Beratung entschied sich die Gruppe, den Auftrag von Thra’khun-Zael anzunehmen – das Wiederfangen eines entlaufenen Iguanodons.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg. Dank Vaelors Erfahrung im Spurenlesen konnten sie die Fährte des Tieres rasch aufnehmen. Mit Geduld und Vorsicht gelang es ihnen, den Saurier aufzuspüren, zu beruhigen und sicher zurück in den Stall zu führen. Thra’khun-Zael zeigte sich dankbar und überreichte ihnen als Belohnung 150 Gallimimus-Schuppen, eine gängige Währung unter den Erdkin.

22.10.25 Unerwartete Begegnungen

Am Morgen brachen Kairos, Gromir und HR-02 auf, um eine Wasserquelle zu finden. Sie folgten ihrem Instinkt durch den dichten Dschungel, bis sie nach einigen Stunden erneut einer riesigen Kreatur begegneten – fast so groß wie jene, die sie an ihrem ersten Tag angegriffen hatte. Die drei versteckten sich, doch als Gromir einen Blick riskierte, verriet ihn das Klirren seiner Rüstung. Das Wesen schreckte zurück, und in diesem Moment erkannte Gromir den Reiter auf dessen Rücken: Vaelor Sylvatir, ein alter Kamerad aus seiner Zeit in der Armee.

Vaelor ließ das Tier stoppen und begrüßte Gromir freudig. An seiner Seite befand sich ein Erdkin, ein kräftiger Humanoider, der ihn begleitete. Die beiden erklärten, dass die riesigen Wesen Dinosaurier heißen – urzeitliche Kreaturen, von denen viele friedlich seien, da sie sich nur von Pflanzen ernähren. Der Erdkin kam aus einem nahegelegenen Dorf am Fluss, und gemeinsam machten sich alle fünf dorthin auf den Weg.

Unterwegs stellte Vaelor sich auch Kairos und HR-02 vor und berichtete, was er über diese Welt erfahren hatte: Sie besteht aus vier großen Inseln und einer kleinen in der Mitte, die von verschiedenen Stämmen bewohnt werden – den Erdkin im Südosten, den Scharfzähnen im Nordosten, den Flutgeborenen im Nordwesten und den Fluggeborenen im Südwesten. Von Elandor, ihrer Heimat, weiß hier niemand etwas.

Im Dorf angekommen, wurden sie vom Stammesführer empfangen. Er bot ihnen an, für Unterkunft und Nahrung zu arbeiten, doch nach kurzer Verhandlung einigten sie sich darauf, ihre Dienste zu verkaufen und den Aufenthalt mit dem verdienten Geld zu bezahlen. Mit diesem neuen Abkommen wurden sie im Dorf aufgenommen und verbrachten dort ihre erste ruhige Nacht seit ihrer Ankunft in dieser fremden Welt.

01.10.25 Die erste Nacht

Nach den Ereignissen des Vortags beschlossen Kairos, Gromir und HR-02, sich zunächst in der Höhle einzurichten, die ihnen Schutz vor den Gefahren des Dschungels bot. Bevor sie sich dort niederließen, erkundeten sie das verzweigte Höhlensystem ein weiteres Mal, um sicherzugehen, dass keine Bedrohungen in der Nähe lauerten.

Dabei stießen sie erneut auf die gewaltige Kreatur, die sie zuvor bei der Jagd beobachtet hatten. Ihr Opfer lag bereits tot zu ihren Füßen. Während das Ungetüm mit seiner Mahlzeit beschäftigt war, nutzte Gromir den Moment der Ablenkung. Mit einem kraftvollen Schlag brachte er die Bestie zu Fall und beendete ihr Leben.

In einem weiteren Teil der Höhle fanden sie ein zweites Wesen ähnlicher Art, das sie bemerkte – doch anstatt anzugreifen, ergriff es die Flucht. Die Gruppe entschied, es aus der Höhle zu vertreiben, um vollständige Sicherheit zu erlangen. Mit Lärm und gezielten Geräuschen trieben sie das Tier hinaus. Den Ausgang sicherten sie anschließend sorgfältig: eine improvisierte Verteidigung aus Bärenfalle, Caltrops und aufgestellten Ästen sollte sie vor nächtlichen Überraschungen schützen.

Nachdem sie ein kleines Lagerfeuer entzündet hatten, setzten sich die drei zusammen und sprachen zum ersten Mal wirklich miteinander. Jeder erzählte ein wenig von sich, über Herkunft, Ziele und Beweggründe – soweit er wollte. Besonders auffällig war HR-02, der erklärte, dass er keinen Schlaf benötige und die Nacht über wach bleiben könne, um Wache zu halten.

Am nächsten Morgen, als Gromir und Kairos erwachten, stand HR-02 noch immer reglos an der Wand – genau an der Stelle, an der er den Abend zuvor gestanden hatte. Mit neuer Energie und einem klaren Ziel vor Augen beschlossen sie, den Tag der Suche nach einem Fluss zu widmen. Eine verlässliche Wasserquelle war ihr nächstes Ziel – und der erste Schritt, um in dieser fremden, urzeitlichen Welt zu überleben.

24.09.25 Das Erwachen der Urzeit II

Auf der Suche nach einem Ausgang wurden Gromir und HR-02 von seltsamen, reptilienartigen Kreaturen angegriffen, die aus dem Wasser krochen. Der Kampf war unerwartet heftig, und HR-02 – der inzwischen nur noch „HeinRich“ genannt wurde – ging kurzzeitig zu Boden. Währenddessen versuchte Kairos auf eigene Faust, den Weg hinauszufinden. Dabei musste er sich an einem gewaltigen Pflanzenfresser vorbeischleichen, der ihn glücklicherweise nicht bemerkte. Schließlich kreuzten sich die Wege von Kairos und Gromir wieder, und die beiden zogen gemeinsam weiter. HeinRich lag derweil noch bewusstlos zurück. Als sie weiter vordrangen, beobachteten sie, wie eine Kreatur eine andere jagte. Der einzige Ausweg führte sie direkt in die Nähe dieser Szene. Sie schlichen sich vorbei und fanden bald darauf Tageslicht. Vor ihnen lag ein Tal, überwuchert von dichtem Dschungel. Kurz darauf stieß auch HeinRich wieder zu ihnen.

Die drei wagten sich in den Dschungel, bis sie an einem großen Stein Rast machten. Gromir versorgte seine Wunden, doch noch während er seine Rüstung wieder anlegte, hallte ein dumpfes Grollen durch den Wald. Schritte, schwer und gleichmäßig, näherten sich. Bald war klar: Etwas Ungeheures hatte ihre Fährte aufgenommen, angelockt vom Geruch von Blut. Eine massige Kreatur mit mächtigen Kiefern trat aus dem Dickicht direkt auf Gromir zu. Kairos reagierte schnell und lenkte sie mit Magie kurzzeitig ab, doch eine zweite Kreatur näherte sich aus der anderen Richtung. Die Lage schien aussichtslos – bis ein Flügelschlagen die Luft zerriss und ganze Bäume erzittern ließ. Ein gigantisches Wesen stürzte herab, packte die erste Bestie und schleuderte sie davon. Dann wandte es sich der zweiten zu, durchbohrte sie mit einem Horn, riss sie mit seinen Klauen und zerfetzte sie im Flug, bevor es mit donnernden Schwingen wieder davonzog.

Die drei Abenteurer standen fassungslos da, der Atem schwer, die Gefahr vorerst gebannt. Nach kurzem Zögern beschlossen sie, sich in die Sicherheit der Höhle zurückzuziehen, um das Erlebte zu verarbeiten und Kraft für das Kommende zu sammeln.

24.09.25 Das Erwachen der Urzeit I

Eines Abends betrat der Tiefling Kairos Aetos eine gut gefüllte Taverne. Er setzte sich an die Bar, bestellte etwas zu essen und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Dabei fielen ihm zwei ungewöhnliche Gestalten auf: eine riesige, kahlköpfige Person mit auffälligen Zeichen im Gesicht und ein metallener Reisender, dessen Herkunft und Bauart kaum zu deuten waren. Kurz darauf kam der Hüne zu Kairos und stellte sich als Gromir Morgenbrecher, ein Goliath aus dem Clan Dunkelwolke, vor. Er lud Kairos zu einer Partie des bekannten Kartenspiels Drei Drachen auf’m Berg ein. Nach anfänglicher Zurückhaltung willigte Kairos ein, und schon bald entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem er überraschend einige Runden für sich entscheiden konnte. Währenddessen gesellte sich auch der metallene Fremde zu ihnen. Er suchte nach Gefährten, um Stärke zu erlangen, und stellte sich als HR-02 vor. Obwohl Kairos und Gromir keine Gruppe waren, ließ er sich nieder, lernte das Spiel und fand Gefallen daran. Die drei verbrachten den Abend gemeinsam, bis die Müdigkeit sie einholte.

Doch bevor sie sich zur Ruhe legen konnten, erschütterte ein lauter Knall die Taverne. Plötzlich verloren alle drei das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kamen, befanden sie sich in einer unbekannten Höhle. Gromir und HR-02 erwachten zusammen, Kairos jedoch getrennt von ihnen.